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Route Grenzgänge rund um Österreich

Seit 31. Mai sieht man an dem „mitwandernden“ Live-Tracker, wo wir gerade sind und wie wir vorwärts kommen bzw. welche Strecke wir insgesamt schon geschafft haben.

2014 https://spotwalla.com/tripViewer.php?id=9876535f57e4863c9

2015 https://spotwalla.com/tripViewer.php?id=defb559bd804b6d90&showInfo=yes&showHome=yes&hoursPast=0&fillFactor=100&zoomLevel=10&showWeather=no&units=F

In der Linken Spalte bei "Adjustments, History" kann angeklickt werden, ob man die gesamte bereits zurückgelegte Strecke sehen möchte (All) oder nur die Tagesetappe (1 day).

Kurzberichte und Fotos dazu stehen auf Facebook: https://www.facebook.com/grenzgaenge2014?ref_type=bookmark

Die Tagesetappen waren bis auf einige Ausnahmen nicht extrem lang, da wir ja 4 Monate durchhalten wollten. Aber wir waren oft auf unmarkierten Wegen unterwegs. Es kam auch vor, dass wir (trotz Track-Kontrolle mit Google Earth) manchmal von der geplanten, grenznächsten Route abweichen mussten, wenn Wege oder Brücken fehlten (fast täglich mussten wir mit den Rädern und auch zu Fuß durch Bäche und über diverse Zäune), Wege irgendwo im „Nirwana“ endeten, nicht begehbar oder falsch auf unseren Karten eingezeichnet waren.

25.-31.5.2014 Eintreffen der Reiter im Waldviertel bei Gmünd und Ritt zum nördlichsten Punkt Österreichs.

Mi 28.5.2014 Eintreffen der Bootsgruppe, 13 Leute campieren im Wald (es schüttet ganze Zeit) neben der Hochwasser führenden Saalach, bei der Freilassingbrücke ...

Do 29.5.2014 Start von 7 Booten bei Hochwasser auf der Saalach beim Kraftwerk Rott, sehr schnelles Wasser, hohe Wellen, kaum Anlegemöglichkeiten ... Boote fahren bis Tittmonig.

Fr. 30.5.: es schüttet die ganze Nacht, Wasserstand noch um einen halben Meter höher, eisige Temperaturen ... Boote fahren bis Braunau ...

Die Reiter erreichen Österreichs nördlichsten Punkt im strömenden Regen.

Mit Rad
Zu Fuß
Mit Boot (optional)
Canyoning (optional)
Schwimmen (optional)
Mit Pferd (optional)

 

http://www.netspirit.at/grenzgaenge/

Die Marker auf der Projektkarte der HTL Wr. Neustadt bedeuten:
Blaue Marker: Kraftwerke
Grüne Marker: Hochspannungsleitungen
Rote Marker: Umspannwerke
Es kommen noch Marker mit Eisenbahnlinien, die die Grenze passieren, dazu. Da habe ich aber noch keine Daten. Liebe Grüße, Thomas Stranz
 
 
 

Mit Rad

In 31 Etappen im Uhrzeigersinn von Salzburg über OÖ, NÖ, Bgld., Stmk. Kärnten/Slowenien bis zum Parkplatz beim Anstieg auf die Dom na Peci (1665m) in den Karawanken; später noch kurze Strecken im alpinen Teil und beim Bodensee.

Flach dahin ging es nur relativ kurz entlang der Flüsse (Salzach, Inn, Donau, March, Mur, Drau, Rhein ...), des Neusiedler- und Bodensees. Bei vielen Etappen im Mühl- und Waldviertel, in der Stmk. und Kärnten waren zahlreiche Abschnitte mit vielen Höhenmetern, Mountainbikestrecken, Singletrails, wegloses Gelände, längere Schiebe- und kurze Tragestrecken zu bewältigen.

Wie viel zu schaffen war, hing vom Wetter und der tatsächlichen Beschaffenheit der geplanten Wege ab. Oft mussten die Räder geschoben und manchmal getragen werden! Manche Etappen wurden auf Grund von Betretungsverboten oder nicht vorhandenen Wegen geändert.

1. Tag, Sa 31.5.: Start der Hauptgruppe (18 Personen) mit Rädern inSalzburg, entlang der Salzach, vorbei an der Saalachmündung, ab St. Georgen in : Oberndorf/Laufen, Salzachauen, Tittmoning, tw. Trails … Burghausen, 60 km, ca. 405 Höhenmeter bergauf.

Die Bootsgruppe fährt bis Schärding …

Oberösterreich

2. Tag, So 1.6.: Radeln am Salzachufer, Duttendorf, Wenig, Aufhausen, Mühltal, Innmündung, Naturschutzgebiet Europareservat Unterer Inn, viele Trails und schwierige schlammige Strecken, manchmal kurz weglos, wegen Hochwasser, steile Stiegen bei fast jeder Brücke … Braunau, Simbach, Obernberg, Stift Reichersberg, Minaberg, Bründlkapelle, Suben, St. Florian bei Schärding … 80 km, 921 Höhenmeter bergauf.

Die Boote erreichen Engelhardtszell!

3. Tag, Mo 2.6.: Schärding, Wernstein, Igling … Unterbrecherstellen mit Sand vom Hochwasser, Hamberg (gegenüber von Passau), Ohrhaling, Neusamberg, Haibach … auf und ab, durch Schlamm und über Wiesen hinunter zur Donau, Kasten … Räder über die 90 Stufen der Staustufe Jochenstein tragen, finden den Schmugglersteig nicht, Gottsdorf,  Linden, über grobschottrige Waldwege hinunter und kurz hinauf zur Höllmühle, 61 km, 1324 Hm

4. Tag, Di 3.6.: Rannasee, Richtung Böhmerwald nach Oberkappel, Trails, durch Bach und Schlamm, Kohlstatt, Granittrail, unnötiger Umweg … Zinöckerhof in Hinteranger45 km, 1148 Hm.

5. Tag, Mi 4.6.: hinauf nach Schwarzenberg, auf der deutschen Seite und auf Waldsteigerln die Grenze entlang steil hinauf und über Bach nach Oberschwarzenbach, über Mountainbikewege tw. sehr steil hinauf zur Grenze bei Zollhaus über Holzschlag, hinunter nach CZ zum Schwarzenbergschen Schwemmkanalweg. Dann wieder nach Ö über St. Oswald auf einem Wiesenweg hinunter zur Furthmühle. 54 km, 1088 Hm.

6. Tag, Do 5.6.: größtenteils auf schlammigen Wanderwegen, durchs Unterholz, über Bäche und steile Böschungen, oft weglos die Grenze entlang, über Hörleinsödt, Helfenbergerhütte nach Guglwald und hinauf nach Predny Vyton am Moldaustausee. Die heutige Etappe ist nur die Hälfte von dem, was wir vor hatten, aber bei diesen Verhältnissen viel zu anstrengend und schwierig, um weiter zu fahren (schieben). Verbote gibt es nicht, da die Strecke teilweise als Wanderweg ausgeschildert ist und es vermutlich kaum Verrückte gibt, die diese Strecken befahren. Wir begegnen keiner Menschenseele … ca. 31,5 km, 1051 Hm.

7. Tag, Fr 6.6.: fahren auf CZ Seite… keine Menschenseele, Radwegverbindung nach Ö existiert nicht, auch nicht der Radweg auf Ö Seite, durch Gebüsch und über Bach zur nächsten Straße und über Wald- und Feldwege meist an den Grenzsteinen entlang … Dann verscheucht uns ein Bauer nach der Süssmühle, als wir auf die Karte schauen, fährt uns absichtlich fast mit dem Mähtraktor an: „Da könnts net fahren, da is Fahrverbot,“ schreit er uns an. Sehn wir eh, aber so kommen wir nicht auf den grenznächsten Weg, sondern folgen der Radroute 5 nach Hörleinsödt, durch Markt Leopoldschlag, Mairspindt, Windhaag bei Freistadt, 1290 Hm, 62 km

8. Tag, Sa 7.6.: heiß, die Sonne brennnt, nur der Fahrtwind kühlt … immer weiter hinauf,  über Wildzäune, weiter nach Tschech., bessere Wege, Traktorspuren, alter Asphalt, Gras, Schotter, Sand, Lehm … hinaus auf die Straße, Nove Hrady, Quartier direkt an der Grenze, im ehem. Zollgebäude, 66,5 km und 1526 Hm

Niederösterreich

9. Tag, So 8.6.:Pyhrabruck, über viele Feld- und Waldwege, immer direkt an der Grenze über Singletrails, Wurzeln, Moore, Bäche … immer der Grenze nach, den Grenzsteinen, Tafeln … vor Gmünd meist an der tschech. Seite, weil dort die Wege besser sind und keine Verbotstafeln … Rottal, 60 km 901 Hm.

10. Tag, Mo 9.6.: Radeln zum nördl. Punkt Österreichs bei Rottal … leichter Wind mindert die Hitze, die von der Straße zurückstrahlt, 36 Grad im Schatten … Kühle nur im Wald, Fischteiche nix zum Schwimmen, wir folgen den Grenzsteinen nach Tschechien … und dem Radweg zurück nach Österreich, schieben, tragen weglos über Bach und Holz, der Dreiländerstein bleibt unerreicht, die eingezeichneten Wege existieren nicht mehr, zugewachsen mit Gras, trockene Ästen liegen überall, Reinolz 43 km, 884 Hm

11. Tag, Di 10. 6.: heiß wie noch nie, Wiesenwegerl, Gräser und Disteln, die unsere Haut reizen, jucken, fast nicht auszuhalten, fahren fast genau an der Grenze, sehen mehr Rehe und Hasen als Menschen … Heinrichsreit, Wolfsbach, Maria Schnee, Zissersdorf,51 km,  920 Hm.

12. Tag, Mi 11.6.: über 33 Grad, wir fahren gleich nach CZ und an wunderschönen Seen vorbei, dann zurück nach Ö, Barockschloss Riegersburg (2 Seen), Burg Hardegg, NP-Info Thayatal (Thayaschleifen von hier heroben nicht zu sehen) und Ruine Kaya … im Wald Gelsenattacken, Radwege nur auf Autostraßen, alle Forstwege gesperrt, auch wieder hohes Gras und Disteln – juckt noch immer furchtbar. Wir erreichen das Weinviertel … Unterretzbach, Mitterretzbach Gewitter rund herum, aber nicht bei uns, schwarze Wolken, Donnergrollen, Blitze, starker Wind … 46 km 721 Hm.

13. Tag, Do 12.6.: wieder ziemlich heiß, nur der Wind kühlt! Weinberge, Feldwege, rutschiger, nasser Lehm, wie unsere Räder aussehen lässt sich kaum beschreiben, und wir erst … so dreckig waren unsere Räder noch nie! Kein Mensch auf den vielen Rad- und Wanderwegen, sogar einen Poltweg gibt es. Laa an der Thaya43 km, 632 Hm

Zwischenstand: Fast 700 km, 12.800 Hm

14. Tag, Fr 13.6.: schwierig zur Grenze zu kommen, Schnellstraßen + Irrwege, Altprerau, Patschen, Reifenwechsel … schwierig die Grenzwege zu finden, verwachsen, kein Mensch unterwegs, viele Verbotsschilder, bei Drasenhofen über die Schnellstr., dann auf dem CZ Radweg, wieder zurück nach Ö nach Steinbrunn und mühsam nach Schrattenberg, dort sind die angezeigten Radwege nicht zu finden, heiß, wir folgen dem Radweg auf der Landesstr. n. Katzelsdorf61 km, 714 Hm.

15. Tag, Sa 14.6.: über Feldwege und weglos durch hohes Gras, Disteln und Brenneseln immer der Grenze entlang bis Reintal, kurzer Regenschauer! Viele Radler nur in CZ, kein Mensch in Ö (Radwege immer nur auf Autostr. ohne eigene Radspur!) … zwecks Bahnüberquerung nach Bernhardstal, wieder zurück zur Grenze und diese entlang an der Thaya, auf Dämmen und kleinen Pfaden immer dem Grenzverlauf am Fluss folgend (einige Irrwege, weil es Vieles nicht gibt, was das Navi zeigt), weitab von Rabensburg, zur Mündung Thaya-March (Dreiländereck: Ö, CZ, SK), bei Hohenau (einzige Brücke), dann durch die Au zum Damm, an Jedenspeigen und Dürnkrut vorbei nach Stillfried, 73 km, 640 Hm.

Burgenland

16. Tag, So 15.6.: auf Dammwegen bis Angern, mit Fähre über die March, dann auf slowakischer Seite weiter, die meisten Radwege sind asphaltiert und wunderschön angelegt, anfangs keine Leute, dann immer mehr Radler (und Störche!) … Mündung March in die Donau, dann über Radweg nach Devin und über befahrene Straße nach Bratislava … Radlerübergang auf Brücke über Donau und auf Feldwegen nach Kittsee (im Burgenland radeln überall erlaubt), 58,5 km, 406 Hm.

17. Tag, Mo 16.6.: Radeln zum östl. Punkt bei Deutsch Jahrndorf … auf Feldwegen immer die Grenze entlang, dann auf ungar. Seite (kein Mensch zu sehen …) durch hohes Gras den Kanal entlang, Gelsenschwärme begleiten uns, der Weg verschwindet und die Brücke fehlt ... durch Bach und auf Umwegen zurück zu Grenze und nach Nickelsdorf, rund um den Windpark auf Schotterstr. Zum Schluss auf Asphalt nach Andau69,5 km, 411 Hm.

Auch die Bootsgruppe kommt nach der Flussfahrt auf Thaya und March an!

Die Reiter erreichen den östl. Punkt Österreichs!

18. Tag, Di 17.6.: Gabi Pekny schwimmt beim Schilfgürtel des Neusiedlersees über Grenze, Friederike schwimmt nicht – zu hohe Wellen … Sigi und Robert paddeln Grenze entlang!

Wir radeln zur Grenze und folgen dem nicht existierenden markierten Wanderweg auf der ungar. Seite entlang des Einserkanals durch meterhohes Gras, Schilf, Brenneseln, Disteln und Millionen von autanresistenten Gelsen … Waten durch brückenlosen Kanal … erreichen die Brücke von Andau, folgen schottrigem, grasigen Radweg in Ungarn, dann auf asphaltierten Radweg, zum Esterhazy Schloss und weiter nach St. Margarethen79 km, 629 Hm.

Mi 18.6.: 1. Rasttag

19. Tag, Do 19.6.: Radweg nach Mörbisch vorbei am Paneuropa Picknickplatz und weiter nach Klingenbach (sehr schöne Radwege), dann über Feldwegerl an Windpark vorbei nach Schattendorf! Über Loipersbach Richtung Rohrbach – die geplanten Feldwege existieren nicht oder sind völlig zugewachsen … kurzer Regenschauer, entlang der Grenze und quer durch Unterholz auf die ungar. Forststr. zum Herrentisch, 557 m, über Forststr. hinunter und auf den Hohen Riedel, 553 m, hinauf und wieder hinunter zum Helenenschacht46 km, 1144 Hm.

20. Tag, Fr 20.6.: hinauf zum ehemaligen Bergwerk an der Grenze (Asphaltstr.) dann auf ungar. Seite (Schotterstr., Waldwege), beim Kalten Bründl auf österr. Seite, dann Rad schiebend weiter hinauf (Weg von Wildschweinen völlig zerstört) fast bis zum Wiederkreuz und auf der ungar. Seite auf fahrbaren Waldwegen weiter, ein Stück auf asphaltierten Radwegen B40 und B47, Römische Bernsteinstr. und Rotwein Radwanderweg … bis zur Säuerling Rudolfsquelle und zum Grenzübergang Deutschkreuz, schwarze Wolken, Wind ein paar Regentropfen … dann auf die ungar. Seite, zuerst auf Weg und immer mühseliger durch hohes Gras, drunter Traktorenspuren im eingetrockneten Schlamm, viele Gelsen, stechen trotz Autan! … durch Unterholz nach Ö - die in der Karte eingezeichneten grenznächsten Wege gibt’s oft nicht … radeln nach Nikitsch, Kroatisch Minihof und am Radweg nach Lutzmannsburg55 km, 860 Hm.

21. Tag, Sa 21.6.: radeln nach Ungarn (grenznahe Wege nicht vorhanden) – auf Radweg (Straße) hinauf nach Olmód – dort wird die Asphaltstr. ohne Vorwarnung zum Traktorweg und zu einem zugewachsenen Feldweg … über die Grenze bei Rattersdorf nach Österreich, auf Radwegen zum Hammerteich bei Lockenhaus und auf Mountainbikestr. hinauf zur Margarethenwarte, dann auf der mäßig steilen Gschriebensteinstr. Immer noch viel Gelsen! Mountainbikestrecke leider von Holzerntemaschinen größtenteils zerstört … es tröpfelt, dunkle Gewitterwolken … der Weg hinauf zum Gipfel ist gut und nicht besonders steil, rasante Abfahrt auf der Straße nach Rechnitz (der Wanderweg nach Ungarn ist wegen umstürzender Bäume + Lebensgefahr gesperrt, die Wege in Ö sowieso). 57 km, 1124 Hm.

22. Tag, So 22.6.: auf Radwegen (meist Autostr. in Ungarn) nach Boszok (Feldwege lt. Karte existieren nicht) – Bucsu – Felsöcsatár – hinauf zu den Kellerstöckln von Gora usw. an der Grenze – Abfahrt über Stock + Stein steil hinunter nach Vaskeresztes und direkt an der Grenze bis Pornóapáti, in Ö Bildeiner und Eberauer Wald … am Wasserschloss vorbei nach Gaas und auf grenznaher Landesstr. nach Moschendorf an der Pinka (Uhudlergegend), schönes warmes Sommerwetter, manchmal Gegenwind, kaum Gelsen … 53 km, 412 Hm.

23. Tag, Mo 23.6.: entlang der Grenzschleife über Feldwege nach Heiligenbrunn, Hagensdorf Viele Waldwegerl, Gelsen, oft nur zu schieben, Karte stimmt wieder nicht, Großmürbisch, Inzenhof (steil hinauf, heiß), keine Menschen unterwegs, keine Brunnen, Wasser nur bei Friedhöfen und in Häusern … über großer Wiese steil in Serpentinen hinunter, die zum Glück gemäht ist … Heiligenkreuz, wegen aufziehendem Gewitter gleich direkt über Radweg Richtung Jennersdorf, bei penetrant stinkender Fabrik und Industriekläranlage vorbei, durch Mogersdorf, Weichselbaum, Künstlerdorf Neumarkt und bei beginnendem Regen nach St. Martin an der Raab bei Jennersdorf, Gestank von Lederfabrik in Jennersdorf … 75 km, 663 Hm.

Steiermark

24. Tag, Di 24.6.: auf den grenznächsten Radwegen (nach Unwettern in der Nacht) und über  Eisenberg … ständig auf und ab, Dreiländereck bei Grenze zu Slowenien, Kölbereck, Tauka, Bonisdorf, Kalch Jägerwirt … in die Stmk., Wirtshäuser und Ortschaften an der Grenze, St. Anna am Aigen, Deutsch Haselgraben, immer direkt entlang der Grenze, an Goritz vorbei, letzte Stunde im strömenden Regen auf Feldwegen das Grenzeck entlang nach Bad Radkersburg 55 km, 620 Hm.

Mi 25.6.: 2. Rasttag in Bad Radkersburg … es regnet den ganzen Tag!

25. Tag, Do 26.6.: entlang der Mur durch die Auen auf asphaltierten und unasphaltierten Wegen (meist Radwege), vorbei an Gosdorf, Mureck (Grenzübergang), Fähre vor Murfeld,  bei Spielfeld über die Mur und ein kurzes Stück entlang der Schnellstraße, dann bei Bahnunterführung in das südsteirische Weinland! Sehr steil hinauf nach Hochgraßnitzberg, Platsch, Ratsch‚ Sulztal, auch steil hinunter und wieder hinauf, immer die Grenze entlang, Asphalt- und Naturwegerl wechseln … Dreisieber, Glanzer Kellerstraße, Ländertisch, Langegg ... Krebskogel, Josef Krainer Schule, Moserhof, Großwalz, Schagerkogel, Waucher65 km, 1275 Hm.

26. Tag, Fr 27.6.: fahren zuerst hinauf zur Heiligen Geist Kirche, dann auf steilen Waldwegerln immer an der Grenze entlang (oft steil bergauf), viel Aussicht, Almen, einzelne Gehöfte, man erkennt nur an den Ortsbezeichnungen, ob man in Ö oder Slow, ist. Tertinjek, Pronintsch, Grenzübergänge, Mukonig Tertinek. Steil hinauf zur Kirche St. Urban, Weg wird immer unangenehmer, schwieriger und steiler bis wir endlich nach dem Kapunerkogel bei der unbew. Kapunerhütte ankommen, danach gibt es nur mehr ein fast zugewachsenes Steigerl, mit Holzresten und Ästen versaute Wanderwege, Verbotstafeln – hier tun die Grundbesitzer alles, um Wanderer zu vertreiben, Radler und Reiter sowieso … Wir kämpfen uns durch bis zum Radlpass (keine Übernachtungsmöglichkeit) und sind froh als wir im Reiterhof Sieberegg ankommen. 36 km, 1100 Hm.

27. Tag, Sa 28.6.: Auffahrt auf Schaufel von Traktor zur Radlpass-Straße … unsere geplante Route über den Weitwanderweg wäre unmöglich, meint Herr Sieberegg, weil so viele Bäume herumliegen würden und der Weg selbst zu Fuß kaum zu schaffen wäre. Er zeichnet uns die grenznächste mögliche Route auf der Karte ein ... wir radeln hinauf nach St. Lorenzen und folgen von dort den Radwegen auf slow. Seite, müssen aber weit hinunter (Wahnsinnsabfahrt auch auf Wanderwegen) und über den Bach. Auf der anderen Seite geht es über eine Sandstraße an Gehöften vorbei so steil hinauf, dass wir oft schieben – einsam, waldig, schattig, tolle Ausblicke, keine Menschenseele ... Bei Herman vorbei und bei SV Simon kurzer Regenschauer, bedrohliche Gewitterwolken – wir fahren auf der Sandstraße steil hinunter über den Kamm, erster Blick auf die Drau, dann in Gortina über die Brücke und die Drau entlang (viel auf und ab am Radweg) bei Dravograd wieder über Brücke (ziemliche Irrfahrt/Umweg beim Kraftwerk) – es regnet wieder … dann nach Lavamünd,55,5 km, 1240 Hm.

Kärnten

28. Tag, So 29.6.: über Brücke und auf österr. Seite hinauf, meist auf Wanderweg 03, an einsamen Gehöften vorbei, durch Wald, wunderschöne Route, erster Blick auf die Karawanken, traumhafte rasante Abfahrt hinunter ins Bleiburger Tal, Gewitter im Kommen? Bleiburg, St. Michael, 28 km, 794 Hm.

Mo 30.6.: 3. Rasttag

 

Zu Fuß

Die Route und die Etappen wurden dem herrschenden Wetter angepasst, das im Sommer 2014 nur als ziemlich (anhaltend) schlecht bezeichnet werden kann. Nach bis zu 9 Stunden Dauerregen und Sturm hält auch die beste Goretex Ausrüstung nicht trocken!

Karawanken 

29. Tag, Di 1.7.: Eigentlich hätte es schön sein sollen, aber es regnet in Strömen – wir starten trotzdem mit den Rädern zur Dom na Peci (zuerst in Österr., dann auf der slow. Seite) – unserer letzten Radetappe bis zum Parkplatz, dort hört es zu regnen auf, die Sonne kommt heraus! Wir gehen ab nun zu Fuß weiter und übernachten in der slowenischen Hütte Dom na Peci. 26,4 km, 1448 Hm

30. Tag, Mi 2.7.: Das Wetter ist nicht schlecht. Wir gehen zum beleuchteten Stollen mit dem schlafenden König Matjas … dann hinauf Richtung Petzen, Kordeschkopf, weiter über den Kniepsattel und die Feistritzspitze, weil die Aussicht auf die Steiner Alpen (noch viel Schnee), die Koschuta Gruppe und die Julischen ein Traum ist. Abstieg durch steilstes Latschendickicht, dann ziemlich riskant über „Holzernter“ zu klettern, der eine Seilbahn über dem Wanderweg gebaut hat … bei der Luschalm wollen wir gleich ein Stück Richtung St. Margarethen, damit wir morgen nicht so weit haben, aber der auf der Karte eingezeichnete (Fahr-) Weg existiert nicht. Also steigen wir über den Luschasattel zum Gasthof Riepl ab - tolle Aussicht, bestes Essen und ebensolche Blues-Musikberieselung, interessante Bücher vom Wieser Verlag, WLAN! Wirt schaltet die Heizung ein, damit wir nicht frieren – es schüttet die ganze Nacht. 15 km, 1169 Hm. 

31. Tag, Do 3.7.: Ein sonniger Tag, wir wollen über Wanderweg hinunter zum markierten Kärntner Grenzweg, aber er führt durch den Sumpf des Viehtriebs. Wir kehren um und entscheiden uns für den Straßenhatscher bis zu zwei Wegweisern, auf einem steht 6 h bis ins Vellachtal, beim anderen 7,5 h für ein und denselben Weg … die Forststr. verzweigt sich immer wieder, die Markierungen sind spärlich, ohne Navi würden wir uns nicht zurechtfinden. Dann endet die Forstr. Wir klettern durch den Wald hinauf zu einem fast zugewachsenen Steig, dann die prachtvolle Aussicht zu den Steiner Alpen und die schwer erkennbare Abzweigung! Der Steig ist auch tw. zugewachsen, führt dann steil über weichen Waldboden gerade hinunter zu einer Wegkreuzung mit Bärenwarntafel und Eisenkreuz. Wir sind direkt an der Grenze, folgen der Forststraße, bis wir bemerken, dass weiter oben im Wald markiert ist, versuchen den Markierungen zu folgen, die in den steilsten Waldabhang führen, kreuz und quer liegen Baumstämme, der Abstieg ist lebensgefährlich. Wo ist der Weg – nicht vorhanden. Wild suchen wir hinunter durch das steile Unterholz, den spärlichen Markierungen kann man nicht folgen, zu gefährlich ist das Gelände. Das Navi hilft uns, die Richtung nicht zu verlieren. Der Livetracker fällt auch wieder einmal aus, blinkt nur mehr rot, sendet wahrscheinlich keine Daten mehr? Dann ein steiler Schlag, abgeschnittene Baumstümpfe, ein Hochstand, selten so darüber gefreut! Eine Forststr. nach 2 Stunden im steilsten Gelände und eine gelbe Tafel, die hinauf weist zum Luschasattel. Sehr steil hat jemand dazugeschrieben – ein Totenkopf wäre treffender! Wir steigen ab nach Margarethen und bis zum Kupitz, 21 km, 897 Hm.  

32. Tag, Fr 4.7.: Schönwetter, starten bei der Kapelle in St. Margarethen, steigen auf zur „Lipschmühle“ und zu den eindrucksvollen Felsentoren (leichter Klettersteig), sehr steiler Steig, gut markiert … weiter zum Heiligengeistsattel und auf schmalen Steigen bis zur Weggabelung Kupitzklamm. Ganzen Tag begegnet uns kein Mensch, immer wieder Bärenwarntafeln und Fahrverbotstafeln für Fahrräder auch wenn alles zugewachsen ist. Wir wandern kilometerlang auf einer Forststr. und nicht mehr vorhandenen Steigen, die zwar markiert aber völlig zugewachsen sind, Richtung Paulitschsattel an einem verlassenen Gehöft vorbei, über die zugewachsene Zufahrt hinunter bis zu einer größeren Forststr. und der Seebergpassstr., wo wir noch ein Stück höher wandern, 21,5 km, 1200 Hm. 

33. Tag, Sa 5.7.: Wetter nicht besonders, aber trocken! Zuerst wandern wir noch ein Stück die Seebergpassstr. entlang, dann links auf der Straße Richtung Paulitschsattel und weiter auf dem Fahrweg ins Vellacher Kotschnatal (ca. 3 km). Wo wir heute hinwollen, liegt der südlichste Punkt Österreichs, hier treffen die Karawanken und die Steiner Alpen zusammen und es liegt noch sehr viel Schnee. Ab dem Parkplatz schöner Wanderweg, gut markiert, aber wieder liegen einige Bäume direkt am Weg zum Sanntaler Sattel, 1999 m, (Drahtseile, Schneefelder), weiter hinauf zum Seeländersattel, 2034 m, tolle alpine Felsszenerie, viel Schnee! Der Gipfelgrat ist wegen des unsicheren Wetters zu vergessen (dunkle Wolken türmen sich bedrohlich). Abstieg zur Krainer Koca und weiter auf dem bestens angelegten Steilabstieg (Drahtseile, Holzstufen) auf der slow. Seite. 1236 Hm tiefer unten wandern wir am See vorbei hinaus Richtung Seebergsattel,16,5 km, 1422 Hm. 

34. Tag, So 6.7.: sonnig und heiß, vomSeebergsattel folgen wir der Straße weit hinunter bis zur Abzweigung lt. Karte zur Dolga Njiva (nix angeschrieben). Ein junger Mann erklärt uns den Weg und dass es eh nicht weit wäre und man schon in der Alm schlafen könne. Wir folgen der Forststr. steil aufwärts zu den Ruinen der ehem. Militärstation Pecovnik, finden dort den unmarkierten Weg, der uns empfohlen wurde. Er endet in der Nähe einer Forststr., die wir mit Hilfe des Navis weglos erreichen! Auf einem Wegweiser steht Dolga Njiva 1,5 h! Folgen dem Steig, der bald endet und suchen von Markierung zu Markierung (lt. Karte sollte es hier einen markierten geologischen Wanderweg geben). Erst nach Stunden finden wir die Dolga Njiva, 1402 m, am Fuß des Koschutnikturms! 21 km, 1271 Hm.  

35. Tag, Mo 7.7.: Superwetter und ein gut markierter Höhenweg zur Pl. Pungrat 1447 m, leider wieder über viele umgefallenen Bäume, steiler Anstieg zur Skrbina (Erdrutsche), 1869 m, sehr ausgesetzter, schmaler Gratweg (leichte Kletterstellen I bis II, kaum Drahtseile), wieder niemand unterwegs, bis zum Gipfel des Hajnzturms (Kladivo), 2094 m, Abstieg zur Kofce Gora, 1967 m, Aufstieg zum Hochturm, 2087 m, unangenehmer, steiler, ausgesetzter, brüchiger Abstieg zum Hajnzsattel (Klettersteig C, Kletterstellen bis II+), Abstieg zur Pl. Korosica und auf steiler, geschotterter Forststr. bis unter Loibltunnel(slow. Seite), 900 m. Gewitter in der Nacht. 22 km, 1250 Hm,1600 Hm bergab 

36. Tag, Di 8.7.: 4. Rasttag, Wäsche, Regen, E-Auto holen und laden, Besuch im Tourismusbüro, Emails, Quartiere organ., Track korr., Tagebuch, Fotos und Filme sichern … 

37. Tag, Mi 9.7.: Wetter so lala,Loiblpass, Mauthausen Gedenkstätte, Wanderung über Skipiste zur Dom na Zelenici, dann entlang der Vertatscha und hinauf zum Sattel beim Hochstuhl, Regen, Donner + Blitz (direkt über uns), kurzer Abstieg zur Presernova Koca auf 2174 m, nur 4 Engländer kommen in der Nacht. Sehr einsame Gegend … 12,5 km, ↑1460 Hm,  ↓ 178 m. 

38. Tag, Do 10.7.: ganzen Tag starkerRegen, Nebel, Wind, kalt – die Markierungen zur Kahlkogelhütte sind rar, die Steige von den Kühen zertreten und verzweigt, die Handschuhe bald nass, die Jacken stellenweise und der Rucksack bald undicht – trotz Regenhülle … über Bärensattel, 1698 m, Kotschna und Maria Elendsattel, 1439 m, die Grenze entlang, der Weg ist nicht dort, wo er in der Karte eingezeichnet ist; oft durch Kuhgatsch und bergauf zur Kahlkogelhütte, 1579 m. Außer uns ein Schweizer  und seine österr. Frau, gegen Abend kommen auch die 4 Engländer … 15 km, 507 Hm, ↓1109 m.  

39. Tag, Fr 11.7.: Bei Schönwetterüber Kahlkogel, 1834 m, und an der Grenze weiter, dann Abstieg zum Rosenbachsattel, 1586 m, über dem Karawankentunnel, dann verliert sich der Weg, überall tiefster Kuhschlamm, keine Markierungen mehr, sehr steile Hangquerung auf alten Steigen, Kuhwegerln und weglos, oft über umgestürzte Bäume … in den Julischen regnet es, bei uns zum Glück nicht, finden dann die Rosza Alm und wandern weiter (nun markiert) auf den Mlinzsattel, 1581 m, am Bärenkogel und Krainertörl vorbei, über leichten Klettersteig (nach Hühnerkogel) auf den Mittagskogel, 2145 m. Abstieg über steile Schutthänge  zu ausgesetztem, schmalen Gratwegerl (schön), an der verschmutzten Biwakschachtel (Annahütte) vorbei zum Jepzasattel und am 682er ein Stück hinunter (In Ö gleich wieder Bärentafeln, in Slow. stand nix). 18 km, 1450 Hm 

40. Tag, Sa 12.7.: Bei Schönwetter hinauf zu Jepzasattel, 1438 m, dann Grenzsteig über Schwarzkogel, 1842 m (Millionen kleine Ameisen, die uns über Schuhe hochklettern), vorbei am Mallestigen und Techantiner Mittagskogel, 1931 m, bis zur Blekowaalm (meist unmarkierter Grenzsteig) – Gewitterwolken ziehen von allen Seiten auf, wir steigen sicherheitshalber über die Forststr. ab. Es beginnt stark zu regnen – wir folgen dem 03er zur Korpitscher Alm - Blitz und Donner zugleich … besser nicht auf dem ausgesetzten Grenzgrat zu sein, es donnert, blitzt und schüttet, einige Gewitter ziehen über uns drüber. Wir steigen noch 300 m auf zum Steinberg, 1655 m, nun ist es sonnig, schwül und heiß .. dann Abstieg über Riegersdorfer Alm und den 03er entlang über Forststr. hinunter zum Wurzenpass.24 km, 1350 Hm,1500 m 

41. Tag, So 13.7.: regnerisch,Wanderung vomWurzenpass zum Dreiländereck (Slow., Ital., Österr.), Homitsch, wilder Waldsteig, dann kein Weg, keine Markierungen mehr beim Grenzsteig. Wir folgen also dem 03er Steig und der Forststr., entfernen uns von der Grenze, kommen unten wieder auf eine Abzwg. bei Maurer (Thörl Maglern), wollen aber zurück zur Grenze und folgen den Markierungen, die in einer Pferdekoppel enden, klettern über div. zick/zack verlegte Elektrozäune – das hat keine Sinn, entscheiden uns für den Schotterweg (auf ital. Seite) durch einen Steinbruch und zum Save Kraftwerk (dort endet er) … steigen wieder auf und finden eine gesperrte Straße, die unter Autobahn und Bahn durchführt, zur Bundesstraße nach Thörl Maglern, Ende der Karawankenkette! 16 km, 750 Hm,1100 m

Karnische Alpen

42. Tag, Mo 14.7.: schwül, vom Greisslermuseum in Unterthörl, 640 m, Aufstieg über Obertörl am 03er, steil durch Wald, ab 1300 m direkt an der ital. Grenze, dann auf Forststr. über Kapin, 1530 m, zur Göriacher Alm, 1644 m, wegen Windbruch ist der Karn. Höhenweg  nicht begehbar, wir folgen den div. Forststr. auf österr. Seite abwärts bis zum Ochsenstand. Es donnert und regnet eine Weile, dunstige Schwüle – auf dem 03er Waldweg klettern wir über viele umgestürzte Bäume hinunter zum Bartolosattel, 1173 m, folgen dann den Markierungen hinauf zur Schönwipfel Alm und zur Feistritzer Alm, 22 km, 2150 Hm, 1140 m. 

43. Tag, Di 15.7.: tolles Wetter, über den Ostweg auf den Oisternig, 2035 m und Richtung Westen, wieder hinunter zur Feistritzer Alm, Abstieg auf 03, ital. Seite zu Starhand, 1459 m, Lomsattel, Dolinzaalm, durch Wald (viele Bäume liegen kreuz und quer, tw. weglos), spärlich markiert. Von Görtschacher Alm, 1629 m, Abstieg auf Forststr. in Kesselwald (schlecht markiert) unter 1300 m. Auf 03er über Erdrutsch und Bach, viele neue Markierungen, wieder durch Bach, Seil über Erdleite hinauf + durch den Wald höher, kurz auf Asphaltstr., dann auf steilem Weg die Grenze entlang zur malerischen Poludniger Alm hinauf, 1708 m, und über Poludnig, 1999 m, dann steiler Abstieg zum Schlosshüttensattel, 1453 m, kein Wegweiser zur Eggeralm(See) – wir steigen wild hinunter. 23 km, 1472 Hm, 1767 m 

44. Tag, Mi 16.7.: schönes Wetter, Aufstieg auf 03er über Forststr. zur Kersnitzenalm, 1542 m, Stallensattel, 1496 m, auf ital. Seite (tw. gesicherter Steig, umgefallene Bäume …) zur Stutenbodenalm, 1432 m, (erstmals viele Wanderer unterwegs), über Skipiste direkt hinauf zum Garnitzensattel, 1674 m, und über den Garnitzenberg, 1999 m, und den Auernigstg. (ausgesetztes Felsensteiglein, tw. mit Wacholder zugewachsen, Hochmoore) schließlich durch Kuhgatsch hinunter zum Nassfeld, 1530 m,16 km, 870 Hm,742 m 

Do 17.7.: 5. Rasttag, lasse inHermagor meine Schuhe reparieren... 

45. Tag, Fr 18.7.: Schönwetter,Aufstieg zur Madritschen, 1919 m, und Abstieg zum Madritschen Sattel, 1833 m, Weiterweg über leichten Klettersteig Enrico Contin auf Winkelturm (Abzweigung bei Wegweisern unklar), und Weiterweg zum Roßkofel, vor Gipfel Abzweigung zu Rudnigsattel, 1945 m, Biv. Lomasti, viele Leute … über den Karnischen Höhenweg 403 an der Südseite des Trogkofels (I) entlang zur Rattendorfer Schneid, Weiterweg an der Kleinkordinalm vorbei und auf Fahrstr. zur Straninger Alm, 1501 m, 20 km, 1113 Hm, 1065 m 

46. Tag, Sa 19.7.: bestes Wetter, wunderschöner Übergang über Almen und Hochmoore übers Lodintörl und den Findenigkofel, 2016 m, dann über den Nölblingpass, 1817 m, den Zollnersee entlang zur Zollnersee Hütte, 1738 m, (ziemlich voll und viele Schnarcher im  Lager). 7,5 km, 639 Hm, ↓393 m 

47. Tag, So 20.7.: sehr neblig und feucht, über den 421er (oben sehr ungut, nass, Schnee, rutschig, steil, gefährlich) auf den Gipfelgrat, 2175 m, des Hohen Trieb. Oben viele Markierungen, verwirrende Tafeln. Wir folgen der falschen, müssen wieder hinauf, entdecken den Weg 448 (meist direkt auf dem Grenzkamm, Wegunterbrechung durch Erdrutsch, gefährliche Querung), der Nebel reißt nicht auf, es ist kalt und windig, über’s Kronhofer Törl, 1785 m, zu einer Almstraße (Cra. Pramosio Alta, 1940 m), trotz Kälte und Nebel sind viele Italiener unterwegs. Lange bergauf Richtung Blaustein, bis auf ca. 2100 m, dann hinunter zum Tischlwanger Törl, 1761 m, weiter unten völlig irreführender Wegweiser zum Pizzo di Timau, der Weg führt aber laut Navi zur Cra Palgrande di sopra. Wir kommen zu einer gigantischen Lawine, die 2 Becken füllt, wo geht es weiter? Zum Glück hebt sich der Nebel und wir sehen, wo wir hin müssen. Über abgerutschte Lawinenhänge erreichen wir die Palgrande di Sopra … Abstieg, unter dem Freikofel am Museumsweg weiter und hinauf zur Scharte, von dort hinunter zum Grünsee beim Plöckenpass, 1244 m, und wieder hinauf zur Theresienhöhe, über viele Lawinenreste und Bäume mühsam zur Valentinalm, 1205 m. 23 km, 1392 Hm, 1934 m 

48. Tag, Mo 21.7.: im strömenden Regen, Kälte und Wind über Forststr. zur Oberen Valentinalm, 1540 m, über wasserüberronnenen Höhenweg, der immer wieder unter riesigen Schneefeldern verschwindet … zum Valentintörl, 2138 m, und hinunter zur Wolayer See-Hütte, 1967 m. 9 km, 928 Hm, 193 m 

49. Tag, Di 22.7.: Das Wetter ist unsicher, darum kommt der lange Gratweg nicht in Frage, wir wandern den Fahrweg abwärts zur Oberen Wolayer Alm, 1709 m, und hinauf zum Giramondopass auf 1969 m, folgen dem 403er auf der italienischen Seite zum Ofnerjoch, 2011 m, und steigen kurz ab zum Hochweißsteinhaus, 1867 m, 18 km, 1118 Hm,  1116 m 

50. Tag, Mi 23.7.: sonnig und bewölkt, kühl; der Hüttenwirt warnt vor den unterspülten Lawinen am oberen Weg. Wir müssen zur Materialseilbahn absteigen und uns irgendwie weglos hinaufsuchen auf den markierten Weg, der aus dem Tal kommt … viele Wanderer,  auch hier immer wieder über Lawinenreste zu queren, an der Torkarspitze, 2574 m, vorbei, beim Luggauer Sattel, 2404 m, und Steinkarspitz, 2524 m (Grenze Kärnten/Osttirol), nur für Geübte steht auf dem heutigen langen Abschnitt des Karn. Höhenweges. Unangenehmer Steilabstieg, dann über Winklerjoch, 2248 m, und Stollen, 2370 m, Kesselscharte, 2293 m, Bärenbadegg, 2431 m, in ständigem Auf- und Ab über das Tilliacher Joch, 2094 m, und hinunter zur Neuen Porzehütte, 1942 m. 20 km, 1543 Hm, 1437 m

Osttirol

51. Tag, Do 24.7.: das Wetter schaut nicht gut aus, deshalb sind die Klettersteige am Grenzkamm (ital. Seite, Kletterstellen) kein Thema, außerdem meint der Hüttenwirt, dass sie nicht gut gewartet wären? Wir folgen also dem 03er zum Heretriegel, 2170 m, zum Oberen Stuckensee und zur Filmoor Standschützenhütte, 2350 m. Wir steigen weiter auf, böiger Wind, das Wetter verschlechtert sich zunehmend. Wir verzichten auf den wetterausgesetzten Grenzgrat und steigen vom Hintersattel, 2406 m, entlang des Kinigat hinunter zur Tscharrhütte (Biwak), 1935 m. Es beginnt zu schütten! Auf dem 03er und der ziemlich verwachsenen Via Alpina auf schmalem Steiglein sehr steil bergauf (über Hangrutschungen und Schneefelder ( nicht ungefährlich) bis ins Rosskopftörl auf 2603 m. Es schüttet ununterbrochen! Über ein großes Schneefeld hinunter zur Obstanzer-See-Hütte, 2304 m. 15 km, 1330 Hm, 961 m 

51. Tag, Fr 25.7.: Ausnahmsweise schönes Wetter, wir wandern hinauf zum Obstanzer Sattel, 2462 m, weiter auf Karnischen Höhenweg über Grenzkamm und Eisenreich, 2665 m,  über Schöntalhöhe und Demut, zum Hochgräntenjoch, 2429 m, Hollbruckerspitze, 2580 m,  (leichte Klettterei auf feuchten Felsen). Es beginnt zu regnen (neblig, keine Sicht), wir finden den Abstieg lt. Navi auf die andere Seite nicht und landen nach unangenehmen Steig über nassen Platten auf dem Innerkofler Höhenweg nach Hollbruck. Also eine Ehrenrunde retour hinauf Richtung Hochgräntenjoch … für Kartendetektive: das Gipfelkreuz der Hollbrucker Spitze ist woanders eingezeichnet als der Gipfel! Bei der Sillianer Hütte fängt es wieder zu schütten an. Wir wandern hinunter zur Leckfeldalm, 1925 m und über sehr schlammigen Weg nach Sillian (Ende der Karnischen Alpen),23 km, 1024 Hm, 2220 m 

Sa 26.7.: 6. Rasttag in Sillian, kaufe wasserdichte Bergschuhe (Leder+Goretex) in Innichen!

Alles Weitere im Buch, das 2016 im Schall-Verlag erscheint!  

http://schall-verlag.at

 

 

Grenzgänge Canyoning (optional)

Auf Grund der extremen Wetterlage und des entsprechend hohen Wasserstandes wurden die Canyoning-Grenzgänge auf den Sommer 2015 verschoben!

Planung/Kontakt: Elke Oßwald elke.osswald@gmail.com
Tel. 0049-160-4466-274 oder 0049-8157-4364.

Kärnten: "Romy hat mir die in Frage kommenden Schluchten in Kärnten zusammengestellt, was ja wirklich nett ist! Sind nicht alle genau an der Grenze, aber ich denke sie gehören trotzdem dazu, einige kenne ich, Steinerne Rinne und Frauenbach, schöne Abseiler, keine Sprünge, gehen nur bei bestem Wetter ..."

1 Mauthern Klamm, 9 Steinerne Rinne, 16 Silbergraben, 18 Nöblinger Graben, 20 Frauenbach

Schluchten in Osttirol/Tirol: Lavant bei Lienz, Silbertalbach bei Lengberg in Osttirol, Tschingelsbach in Pfunds ...

z.B. auch der Fugenbach im Allgäu an der Grenze zum Bregenzerwald (Sibratsgfäll):Ein Schmankerl (entspannte Tour) in herrlicher Landschaft; am Ende der Welt links abbiegen und immer weiter hinauf, bis zum alten, verlassenen Grenzhäuschen, das den Übergang vom bayerischen ins Vorarlberger Niemandsland markiert: dort versteckt sich ein Kleinod namens Fugenbach. Zugegeben: der Zustieg durch Sumpf und eine steile Böschung hinab könnte etwas angenehmer sein, doch wer die 15 Minuten Sumpfgelände hinter sich gebracht hat, dem stehen drei Stunden allerfeinsten Canyoninggenusses bevor. Der Fugenbach ist einmalig unter den Allgäuer Canyons: Niemals besonders schwer, aber immer sehr unterhaltsam und landschaftlich wunderschön hat sich der Grenzbach durch die unterschiedlichsten Gesteinsschichten hindurch gefressen und überrascht nach jeder Kurve mit einem neuen Gesicht. Ein Canyon für echte Genießer, für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

 


(c) Fotos Wolfgang Streicher
Hühnersbach oder "Hennabach" in der Nähe des Achensees (Sylvensteinsee) an der Grenze Tirol/Bayern. Der Einstieg ist in Tirol und der Ausstieg in Bayern. Dieser Canyon ist für Anfänger zu empfehlen, wobei man aber eine gewisse Kondition mitbringen sollte wegen seiner Länge. Er hat eine kleine Dunkelklamm und man kann auch von unten her ein Stück hinein wandern.  
http://www.youtube.com/watch?v=owG77HotWn8 oder http://www.youtube.com/watch?v=ouQgMaIjSfQ

 

Grenzgänge mit Boot (optional)

Etwa 800 km der österreichischen Grenze bilden Gewässer. Viele Kilometer davon (Saalach, Salzach, Inn, Donau, Thaya, March, Neusiedler See, Mur, Rhein, Bodensee ... ) wurden von der Grenzgänge-Bootsgruppe befahren.

Planung/Kontakt: Sigi Weippert weippert@t-online.de Tel. 0049-8261-21100

Wasserwandern durch traumhafte Flusslandschaften direkt an der österreichischen Grenze. Wir zelten! So sind wir auf keine fixen Übernachtungspunkte angewiesen und können an vielen Stellen problemlos übernachten (ein klein wenig Abenteuer darf doch dabei sein?). Das bedeutet auch, dass wir eventuell längere als vorgesehene Strecken zurücklegen. Bei Gegen- oder Seitenwind kann es auch passieren, dass man einen halben Tag festliegt. Die Kanuwanderung erfolgt auf eigene Gefahr. Eine Haftung für Personen- und Sachschäden wird ausgeschlossen! An Fischern fahren wir mit entsprechendem Abstand vorbei. Den Boottransport zum nächsten Einsatzgebiet organisiert die Wasserwandergruppe selbst. Die Verbindung mit der Radlergruppe wurde via Handy gehalten – fürs Zusammentreffen unterwegs oder nach der Bootstrecke.

An alle Kapitäne, Maate, Steuermänner, Bootsjungen, Hafenarbeiter und Papparazzi (maskulin und feminin),
Das take off ist in Sicht. Sabine fehlt leider – wir wünschen ihr gute Besserung. Wetter scheint durchwachsen zu sein – steckt mal einen Schirm mit ins Boot zum Abwarten am Ufer. Im Regen zu fahren macht keinen Sinn, denn wir wollen das Wasser ja unter und nicht im Boot haben. Trotzdem Mückenabwehr nicht vergessen, zu empfehlen ist für abends und morgens immer lange, leichte Kleidung.
Heute zum späten Nachmittag ist also großes Pennertreffen unter der Freilassinger Brücke an der Saalach. Maria wird erst am frühen Morgen oder noch in der Nacht eintreffen – sie kommt von den Schwaben und da wird halt lange "g'schafft". Gute Anreise – fröhliches Ahoi! Sigi

1. Abschnitt: Saalach (2,4 km) - Salzach (60 km) – Inn (68 km) – Donau (24 km);  gesamt 155,4 km in ca. 6 Tagen – Wir zelten.
www.bergfex.at/sommer/oberoesterreich/touren/kajak-kanu/48579,grenzgaenge-mit-boot-1-saalach-salzach-inn-donau/
Ausrüstung: Boot, kleines Zelt plus Ausrüstung (wasserdicht verpackt) und persönlicher Bedarf, Schwimmweste, wassertaugliche Schuhe bzw. Sandalen ...

Start Freilassing bei Salzburg: 2,4 km vor der Saalachmündung in die Salzach
Ziel: Jochenstein/Engelhartszell, Bootstransport ist von dort aus zu organisieren.
Rast/Einkehr: nach Bedarf und Möglichkeiten
Literatur: DKV-Führer
Diese Strecke ist bis auf einen ca. 4 km langen Bogen an der Innmündung direkt die Grenze. Am unteren Inn und auf der Donau ist auf den sonstigen Schiffsverkehr zu achten. Orientieren kann man sich an der Kilometrierung (Angaben jeweils bis Mündung), die durchgängig vorhanden sein wird. Es handelt sich um eine Flußwanderfahrt mit geringen Schwierigkeiten. Übernachtung im Zelt und Verpflegung je nach Anlademöglichkeiten. Bis zur Innmündung in die Donau gibt es genügend Zelt- und Verpflegungsmöglichkeiten sowie gastfreundliche Kanuklubs.
Die Grenze trifft bereits bei km 11,2 auf die Saalach, jedoch kommen dort kurz hintereinander 4 Stauwehre. Wer hier fahren möchte, sollte dies ohne Gepäck organisieren. Zweckmäßig ist es, in die Saalach erst bei km 2,4 an der Strassenbrücke Salzburg -Freilassing die Wanderboote mit Gepäck einzusetzen. Kfz können dort auch parken.
Nach kurzer Fahrt kommt die Einfahrt in die Salzach, die gleich danach mit einer kleinen Schwallstrecke überrascht. Bemerkung im DKV-Führer: „Von der Saalacheinmündung bis Tittmoning fließt die Salzach einsam durch Auenlandschaften, flotte Strömung durch häufig auftretende Kiesbänke - ca. 60 km.“
Der Inn wird bei km 68,5 erreicht. Sieben Kilometer weiter kommt die kurze Umtragestelle Simbach. Bei km 48 hindert das Wehr Ering die Fahrt (350 m umsetzen), dann ist  bei km 35 in Egglfing 500 m Unterbrechung, in Schärding bei km 19 fährt man 900 m weit die Boote bis ins Unterwasser und Ingling bei km 4,2 hat eine kurze Umsetzstrecke. Überall sind Bootswagen vorhanden, sodass auch mit Gepäck die Überwindung der Staustufen keine Affäre ist.
Kurz nach Mündung in die Donau (km 2225,3) wird der Rückstau der Staustufe Jochenstein (km 2203,4) bemerkbar – wir setzen noch um. Kurz danach beim Dantlbach (km 2201,8) verlässt die Grenzlinie die Donau. Zeltplatz und ausgezeichnete Gaststätten finden wir auf dem gegenüberliegenden Ufer in Engelhartszell.

Bericht 1. Abschnitt
Mittwoch 28. Mai 2014: Die Saalach rauschte gewaltig und der Dauerregen ließ auf richtiges Hochwasser schließen. Man war da – Peknys, Burgers und Michael Schwingshackel kamen sogar zu Fuß mit E-Autounterstützung vom Bahnhof durch das „Sauwetter“ und standen pünktlich unter der Brücke. Die angebotene trockene Rampe der Zollstation war der Truppe aber zu unromantisch – sie zeltete in Wald- und Wassernähe. Ein gemeinsames Lagerfeuer war nicht machbar. Alle hofften auf besseres Wetter.
Donnerstag, 29. Mai 2014: Der Regen hatte aufgehört und auch der Pegel war etwas gefallen. Trotzdem zog die Saalach noch recht flott dahin. Fast alle Mitfahrer hatten einige Erfahrung. Wolfgang besetzte die Boote noch sinnvoll um – so gelang ein perfektes Einbooten im Sonnenschein! Wir wussten vom ersten Hindernis durch das Internet und einer Hinweistafel an der Einbootstelle. Die Sohlschwelle (Grundbefestigung durch Einbau von Steinblockwerk) zeigte sich trotz hohem Wasserstand nach Ansehen für unsere Boote befahrbar. Nur ein Explorer unterschätzte eine heimtückische Querwelle nach dem Schwall! Schwimmer und Material einsammeln gelang problemlos – der Wäschewechsel war nicht so erfolgreich. Denn als die Truppe endlich weiter treiben konnte, war der Regen wieder so stark, dass wortlos hinter der Oberndorfer Brücke auf der Laufener Seite die Boote herausgezogen wurden und alle sich in der Pizzeria am Tor einfanden. Der Wirt bedauerte, dass er keinen Trockenraum hätte und nahm uns fröhlich und gelassen in Obhut.
Der Wetterbericht: Dauerregen, die Temperatur im einstelligen Bereich. Die „Jungen Wilden“ wollten trotzdem wieder Paddeln. Der Rest hielt sich an die Anfangsempfehlung, bei Regen abzuwarten.
Freitag, 30. Mai 2014: Der Regen dauert an. Von den „Wilden“ kamen Funkzeichen, dass sie 20 km weiter auf einer Kiesbank überlebt hätten. In Gertis Wohnmobil in Laufen war Katastrophenberatung. Da wurde sogar Charly Gabl konsultiert. Man muss hier einfügen, dass wir ihn gerade beim Frühstück in den Dolomiten störten, doch der wunderbare Mensch meinte, dass wir das dürfen. Fazit: Etwas nördlicher sei es trocken und leichte Besserung in Sicht – nur mehr „Schauerle“ waren angesagt. Da nahmen wir die Boote bei Kilometer 48,0 heraus und ins Auto, fuhren in Tittmoning über die Brücke und setzten bei Kilometer 12,6 bei dezentem Sonnenschein in Wanghausen wieder ein. Charly sei Dank!
Flott ging die Fahrt wieder gemeinsam mit den „Wilden“ bis zur Innmündung. Dort findet man bei Kilometer 68,8 feinstes Baggerseegelände. Am Lagerfeuer gab es Essen und Kaffee und Erfahrungsaustausch. So erfuhren wir, dass die Sohlstufe einfacher zu fahren sei als die vor Oberndorf. Danach zogen wir hinüber zur Staustufe Simbach/Braunau. Die unerwartet lange Umtragestelle wurde durch gute Bootstransportswagen erleichtert.
Michael Schwingshackl wollte uns planmäßig in Braunau verlassen – die „Wilden“ hörten wir unerwartet noch vom Paddelklub auf der Simbacher Seite Abschiedsgrüße rufen. Der Rest paddelte durch den angefangenen Nachmittag noch bis zur Staustufe Ering. Dort wiederum trägt man überraschend kurz (Kanuführer ist an einigen Stellen zu korrigieren) zwischen E-Werk und Burg Frauenstein um und findet sich an einem traumhaften, romantischen Wiesen- und Waldlagerplatz wieder. Die Stelle am Mühlbach ist so schön, dass wir auf das Ritterspektakel in der Burg am Abend gerne verzichteten.
Samstag, 31. Mai 2014: Frühstück am Lagerfeuer, danach kamen wir zügig zur Staustufe Egglfing. Die Umsetzdistanz dort ist kürzer als angedroht. Auch 14 Kilometer weiter am Wehr Schärding sind beste Bootswagen da. Sogar die Schärdinger Feuerwehr will uns beim Weiterkommen helfen – bestimmt deshalb, weil wir ihre Übung damit am wenigsten stören. Im Bootswagenschuppen wurde ein Platzregen abgewartet.
Der Nachmittag war schon fortgeschritten, als wir den wunderschönen Schärdinger Marktplatz zum Eisessen beehrten. Roberto wollte trotz seinem „Neopren-Lack- und Leder-Outfit“ nicht sein Bier im Stadtbrunnen trinken, obwohl dessen Wasser wärmer als der Inn war. Schade!
Wieder auf dem Wasser, zeigte sich die Geografie anregend: Der „Abendspaziergang“ mit Paddel führte durch das tief eingeschnittene Tal im Urgestein, flankiert von Kloster, Burg und einzeln stehenden Villen. Das Boot ist dort bestimmt der einzig mögliche korrekte Grenzgang, denn seitlich sind keine Wanderwege zu erkennen. Nachdem das Tal sich wieder weitet, leuchtete auch schon die Staustufe Ingling in der Abendsonne. Hier macht die Grenze einen kleinen Bogen über Land. Es bieten sich an der unteren Einsatzstelle ganz gute Lagerplätze an – man fühlt schon die Nähe von Passau.
Sonntag, 1. Juni 2014: An der gewaltigen Kulisse von Passau kann man an einem Sonnensonntag nicht einfach vorbeipaddeln. Es ist Genuss, wenn der Inn dort langsam fließt. Vor allem, wenn dazu noch das Geläut vom Stephansdom über die große Wasserfläche an der Mündung in die Donau tönt! Doch der Strom schiebt die Paddler weiter in die große Binnenwasserstrasse. Der Rückstau vom Jochenstein macht sich früh bemerkbar und wir hingen die „Bluuunzen“ (Originalton Robert) wechselweise mit an. Stressfrei zogen wir von einer Grenzseite zur anderen außerhalb der Fahrrinne. Wir wollten ja die Riesenkähne nicht versenken, sondern lieber auf deren langen Wellen genüsslich schaukeln.
Kaum hoben wir uns im alten Grenzort Oberndorf aus den Sitzen, verdunkelte sich auch schon der Himmel! Die Bedienung der Post erkannte die Lage und servierte blitzschnell. Danach schoben sechs Bootsfahrer wasserdicht verpackt in Erwartung des ultimativen Wolkenbruchs auf den letzten acht Kilometern zur Staustufe Jochenstein. Auch auf Höhe des Ortes Kasten läuteten wieder die Kirchenglocken – es schien übrigens überall so zu sein, wenn wir vorbeipaddelten. Vor Jochenstein überholte uns ein Schleppkahn. Dieser war kaum in der Schleusenkammer – da schallte schon der Lautsprecher zu uns herüber: „Paddelboote bitte zügig in die Schleuse kommen!“ Das ist Service! Und geregnet hat es auch noch nicht!
Beim Ausfahren sah man bereits hinüber zur Schlucht, in der die Grenze weiter am Dantlbach hoch führt – dort übergaben wir im Geiste den Staffelstab an die Radler und wünschten diesen alles erdenklich Gute, falls sie die Steilhänge durch den Wald tatsächlich begehen sollten. Das „Goldene Schiff“ in Engelhartszell bot noch den passenden Rahmen für die gegenseitigen Komplimente beim Abschlussbankett – alles war gut gegangen, alle waren fröhlich und zufrieden!
 
Bootfahrer 1. Abschnitt:
Freilassing bis Eberhartszell ohne die Strecke Oberndorf bis Wanghausen:
1. Boot Grabner Explorer: Christina und Siegfried Weippert
2. Boot Grabner Explorer: Maria Hulakova, Christian Berger
3. Boot: Robert Slezak und Valerie Mach
Freilassing bis Simbach/Braunau
4. Boot Grabner Adventure: Wolfgang und Gabriele Pekny
5. Boot Metzeler Indio: Marie-Therese und Jakob-Noah Pekny
6. Boot Metzeler Indio: Pamela Burger und Leon
7. Boot Sportek: Michael Schwingshackl
 
Zum erfolgreichen ersten Abschnitt der Grenzgänge mit Boot noch einige Worte: „Leben ist das was kommt, wenn Du etwas anderes geplant hast“ – die Worte von John Lennon hatten auch hier Gültigkeit. Wir sahen uns bei dem hohen Wasserstand und der schnellen Strömung am ersten Tag im Geist schon weit hinter Burghausen – die Realität holte uns aber mit einer Sohlschwelle, Kälte und Regen schnell vom Olymp. Es gab interessante Erkenntnisse zur Gruppendynamik, zum Leben zwischen Natur und Zivilisation und dazu, dass auch die Wanderflüsse des Alpenvorlandes ernst genommen werden wollen.
Dank an alle: Michael Schwingshackl für seine ruhige, sichere Art und Hilfsbereitschaft, Pamela Burger und Leon für ihren Mut auf neuen (Wasser-) Wegen, Marie Theres und Jakob Pekny für ihre sonnige Art und Härte, Gabriele Pekny für die gezeigte Ausdauer und natürlich besonders Wolfgang Pekny, der die „Jungen Wilden“ an naturgegebene Grenzen geführt hat. Die Vorgenannten haben ja bei denkbar schlechten Bedingungen die 35 Flusskilometer befahren, die die Nachgenannten dann am Ende anhängen wollten, dies aus organisatorischen Gründen jedoch auf später vertagen. Sofern niemand verlangt, dass abgewartet wird, bis wieder gleiche meteorologische Bedingungen vorliegen, würde ich das gerne bei Sonne in der Badehose abhaken.
Vielen Dank auch an Maria Hulakova und Christian Berger für die Transport- und Schlepperdienste sowie die Querwellenakrobatik, Robert Slezak für seine immer optimistische Einstellung und die guten Geschichten, Puppi Mach für ihr Durchhalten und die Fütterungen und Christina Weippert für ihren Blick auch für kleine Probleme der Mitspieler im Team. Sigi Weippert
 

Lieber Sigi, liebe MitfahrerInnen,
toll, dass ihr es bis Eberhartszell geschafft habt. Schade, dass sich die Gruppe nach Braunau nicht mehr zusammengefunden hat. Wir hatten noch höchst freundlichen Empfang im Kanu-Klub Braunau und sind dann am nächsten Morgen auch ohne Bandscheibendefekte bis zu Bahnhof und insgesamt gut nach Hause gekommen.
Trotz täglich nasser Umschläge hat es den Kids und Pamela so gut gefallen, dass wir nun wahrscheinlich auch die March befahren werden. Leider können wir an Eurem Termin nicht. Unser Plan ist, die Tage zwischen 19. und 22. Juni (Donnerstag 19. ist Feiertag) dafür zu nutzen. Liebe Grüße, Wolfgang

2. Abschnitt: Die Thayaschleifen bei Hardegg bilden auf 33,6 km die Grenze zu Tschechien. Fahrtdauer 1 Tag – mit Bootsan- und abtransport sind drei Tage einzuplanen –wir zelten.
www.bergfex.at/sommer/niederoesterreich/touren/kajak-kanu/48650,grenzgaenge-mit-boot-2-thaya-schleifen/
Ausrüstung: Boot, kleines Zelt plus Ausrüstung (wasserdicht verpackt) und persönliche Tagesausrüstung, Schwimmweste, wassertaugliche Schuhe bzw. Sandalen ...
Start: Hamry (bei Hardegg)
Ziel: Devet Mlyn (Anfahrt über Gnadlersdorf), Kfz-Umsetzung ist zu organisieren.
Rast/Einkehr: Hardegg
Es ist sicher der schönste Flußabschnitt der Thaya. Das Tal der Thaya bietet hier durchgehend landschaftlich besondere Reize (NSG). Außer zwei vermutlich kurzen Umtragestellen in Hardegg sind auf dem Wanderfluss keine Unterbrechungen zu erwarten und man kann die Strecke als Tagestour einstufen. Die Grenze trifft unterhalb des Stierwiesberges auf die Thaya und verlässt sie nach 33,6 km etwa einen Kilometer vor Devet Mlynu wieder. Nach Kartenstudium können beide Punkte nicht mit Kfz zum Bootstransport angefahren werden. Es bietet sich deshalb an, (jeweils auf der tschechischen Seite) in Hamry (Hammer) einzusetzen und bis zur Devet Mlyn (bei Gnadlersdorf) zu paddeln. Zeltübernachtung ist sicher an beiden Orten möglich. Die Thayaschleifen liegen im grenzüberschreitenden Landschaftsschutzgebiet und werden normalerweise nicht befahren – inwieweit wir eine Ausnahmegenehmigung bekommen, ist immer noch offen.

Thaya (12 km) – March (ca. 62 km) – Donau (7 km); gesamt 81 km, Fahrtdauer ca. 3 Tage  – Wir zelten.
www.bergfex.at/sommer/niederoesterreich/touren/kajak-kanu/48651,grenzgaenge-mit-boot-3-thaya-march-donau/
Ausrüstung: Boot, Zelt mit Zubehör, Schwimmweste, Regenbekleidung, Personaldokument ...
Start: Breclav (CZ) Boots- und Autotransport sind zu organisieren.
Zielpunkt: Bratislava (Slowakei)
Die Strecke wird als eine der schönsten Flußwanderungen Österreichs empfohlen. Sie ist durchgängig problemlos fahrbar. Sperrungen gibt es nur bis 31. Mai (Nestlingszeit). Schöne Zeltplätze bietet das Flussufer und man findet auch Möglichkeiten, den Proviant zu ergänzen. Die Thaya fließt in unwegsamem Gelände zur Grenze. Deshalb empfiehlt es sich, bereits ca. 3 km vorher in Breclav die Boote einzusetzen. Nach etwa 10 km mündet die Thaya in die March. Anfangs grenzt das linke Ufer an CZ, ab Hohenau an die Slowakei.

Bericht 2. Abschnitt
Samstag, 14. Juni 2014: Wolfsthal sollte Treffpunkt, Ausbootstelle und Autodepot sein. Doch die österreichische Bürokratie konnte telefonisch dem Robert keine Möglichkeit dazu aufzeigen. Eher zufällig fanden wir den Kanuklub (Slovenske Veslarsky Klub) in Pressburg/Bratislava. Dort wurde uns Gastfreundschaft zuteil und die angebotenen Parkplätze schienen sicher genug.
Ökologisch vertretbar karrt Robert die drei Boote samt Besatzung bis Ludenburg/Breclav. Dank Marias Sprachkenntnissen empfehlen uns auch die Einheimischen, unterhalb der Staustufe in Ortsmitte einzubooten – das Auto sei dort neben der Polizeiwache sicher geparkt.   
Hausrat und Wechselkleidung sind schnell verstaut – gegen 18 Uhr legen wir ab und fahren durch die Straßenbrücke auf der etwas trägen Thaya aus dem Ort. Unberührt scheinende Ufer begleiten uns; nach einer rustikalen Holzbrücke wechselt rechts die Uferseite auf „gepflegt“ österreichisch. Damit paddeln wir direkt auf der Grenzlinie zwischen Tschechien und Österreich – dem ehemaligen „Eisernen Vorhang“. Wir gedenken auch der über 400 Toten, die bei Fluchtversuchen aus der kommunistischen Tschechoslowakei auf der Linie Thaya/March ermordet wurden.
Die hohe Uferböschung bietet nur wenige Ausbootstellen an – nach etwa 10 km Fahrt, genau bei km 15 (Zeichen fast unleserlich) ist ein idealer Zeltplatz und schnell brennt das Lagerfeuer.
Sonntag, 15. Juni 2014: Wer das heiße Kaffeewasser vom Lagerfeuer schon vor 6 Uhr ausruft, ist nicht überall beliebt. Das Murren legt sich, als die Sonne gleich darauf die Zelte trocknet. Der Sonntagmorgen auf der Thaya bringt reichlich Überraschungen: Biber, Reiher, Weißstorch, Schwarzstorch, Eisvogel, Ringelnatter und auch die Wasserratte zeigen sich. Sicher ist das auch der tschechischen Seite geschuldet, die keine Bebauung an der Thaya zulässt. Bei Kilometer 62 erreichen wir die March und damit auf der linken Flussseite slowakisches Staatsgebiet. Unsere Hoffnung auf ein flotteres Tempo schwindet schnell – die March fließt recht gemütlich bis zur Mündung weiter.
Zitat aus dem DKV Kanuführer: „Die March ist ein landschaftlich reizvoller, sehr einsamer Fluss in herrlicher Auenlandschaft und einer reichen Tierwelt“. Wir hätten das gerne auch so gesehen. Nur, das „landschaftlich Reizvolle“ weicht auf der österreichischen und der slowakischen Seite einer mehr als 60 km langen, ununterbrochenen Kette von Wochenendhäuschen mit Hebenetzen, das „Einsame“ erübrigt sich dadurch von selbst. Es sei denn, es ist damit gemeint, dass, außer bei Angern bzw. Zahorska Ves keine Ansiedlung am Wasser zu finden ist. Und der Begriff der „herrlichen Auenlandschaft“ ist damit auch in Frage gestellt, selbst wenn die March auch gelegentlich ungezähmt fließt, weil Hochwasser sie von den Zwängen befreit hat.
Unterhaltungswert hat Roberts Versuch, die Wassergrenze zu Fuß zu begehen – Puppi hat ihn aber wohlwollend wieder mit ins Boot genommen. Über 30 km schieben wir die Boote noch südwärts bis endlich hinter dem Marchbogen bei der Autofähre von Zahorska Ves ein Glas-Bier-Geschäft gefunden wird. Da wird es wieder gemütlich – wir bleiben gleich auf der großen Wiese in der Vollmondnacht.
Montag, 16. Juni 2014: Die March ist auch über Nacht nicht flotter geworden. Wir finden uns damit ab. Der Vormittag bietet Gelegenheit, die Sitzplätze zu tauschen. Dabei wird allen deutlich, welche Strapazen Puppi und Robert auf ihren Holzbrettchen erdulden. Es wird Mittag, bis wir die spektakuläre Burg Devin sichten – die Mündung ist nahe. Wir paddeln hinüber in die Strömung. Mit 6 bis 7 km/h zieht uns die Donau schnell nach Pressburg/Bratislava – die Österreichische Grenze knickt kurz vorher nach Süden weg und damit ist auch der 3. Abschnitt der Grenzbefahrung erfolgreich geschafft. Mit drei Booten haben Siegfried und Christina Weippert, Robert Slezak, Valerie Mach und Maria Hulakova auf der Thaya 24 km, auf der March 62 km und auf der Donau 12 km (insgesamt 98 km) in zweieinhalb Tagen abgepaddelt. Lustig war es allemal mit dem gutgelaunten Team. Sigi Weippert
 
Bericht 3. Abschnitt
Dienstag, 17. Juni 2014: Maria besucht die Familie in Bratislava. Robert, Puppi, Christina und Sigi treffen Gerti und Alois in Andau. Gemeinsam geht’s nach Illmitz – die Schwimmerinnen möchten von Mörbisch aus starten. So fahren alle mit der Fähre hinüber. Wegen des Winds schwimmt Gaby auf einer gleich langen Alternativroute entlang der Grenze und Friederike vertagt die Schwimmerei auf unbestimmte Zeit. Robert und Sigi setzen das Treibsegel und versuchen mit dem Explorer zurück nach Illmitz zu segeln. Das Boot wird aber zu sehr abgetrieben – das klassische Paddel bringt die beiden dann doch schneller zum Mittagsbier – noch vor der nächsten Fähre aus Mörbisch. Der Ausflug zum Neusiedler See war sehr informativ und erholsam. Sigi Weippert
 
Bericht 4. Abschnitt
Nachdem wir bei Hochwasser mal bis Budapest auf der Donau getrudelt sind, haben wir uns wieder kurz bei den Grenzgängern eingeklinkt und die Mur erforscht.
Donnerstag, 7. August 2014: Wir folgten dem Hinweis, dass auch die Mur österreichischer Grenzfluss ist und eventuell mit dem „Wanderboot“ befahren werden kann. Unsere Recherchen ergaben, dass die Mur kurz vor Oberschwarza auf die slowenische Grenze trifft und bis wenige Kilometer nach Bad Radkersburg dann Grenzfluss über ca. 35 km ist. Danach sind beide Ufer slowenisch.
Erfreut konnten wir erkennen, dass von beiden Seiten aus viel für ein Zusammenwachsen der Region getan wird. Es gibt keinerlei Grenz“zeichen“, die Infrastruktur ist radlerfreundlich auf beiden Seiten und von den Bad Radkersburgern erfuhren wir, dass auf der dortigen Brücke extra in der Mitte überdachte Bänke installiert wurden als Symbole für ein Miteinander.
Die Renaturierung des Flusses wird mit Aufweitungen (EU teilfinanziert) vorangetrieben – somit ist der Fluss landschaftlich abwechslungsreich zu befahren. Einbooten empfiehlt sich direkt unter der kaskadenartigen Aufschüttung (Ableitung eines Mühlkanals auf die slowenische Seite nach Cernik – im Mittelalter Zierberg genannt). Bei leichtem Hochwasser zog die Mur flott dahin – links findet man sporadisch Kilometrierungstäfelchen – das erste etwa 2 km nach dem Einsetzen zeigte 128 an. Nach einigen Schwallstufen kommt man an der liebevoll hergerichteten Gierfähre vorbei (beidseitig kleine Restaurants – die slowenische Seite ist sehr zu empfehlen) und nach etwa 9 km zieht links die Schiffsmühle von Mureck vorbei. Danach folgt die Brücke von Mureck und nach weiteren 5 km passiert man eine neue Radlerbrücke. Die nächste Brücke ist bereits in Bad Radkersburg. Dort ist eine gute Anlegestelle und auf der slowakischen Seite auch ein gepflegtes Restaurant. Bis hierher sind es ca. 30 km.
Genauso zügig kann man dann über die Grenze paddeln, erreicht nach weiteren etwa 10 km die  Straßenbrücke Radenci/Petanjci und kann dort links auf einen gepflegten Rast- und Grillplatz ausbooten.
Insgesamt beträgt die Streckenlänge ca. 40 km – bei der guten Strömung war es ein hübsches Halbtagesvergnügen, diesen Grenzverlauf auf dem Wasser zu verfolgen – dank der vielen „Glas-Bier-Geschäfte“ an den Ufern kann es zum wunderbaren Tagesausflug gedehnt werden. Sigi Weippert
 
5. Abschnitt: Rhein (Feldkirch/Bangs) – Bodensee (Lochau/Bregenz); gesamt 53 km, Fahrtdauer 2 Tage.
www.bergfex.at/sommer/vorarlberg/touren/kajak-kanu/48653,grenzgaenge-mit-boot-4-rhein-feldkirch-bodensee-bregenz/
Ausrüstung: Boot, Schwimmwesten, Tagesproviant, sonstiges Gepäck wird mit Kfz befördert (Zelt etc.)
Start: Rheinufer Dreiländergrenze Schweiz/Liechtenstein/Österreich, Nähe Grenzübergang Bangs bei Feldkirch.
Ziel: Staatsgrenze Österreich/Deutschland bei Lochau/Bregenz – Mündung des Baches Leiblach
Rast/Einkehr: Eventuell im Kiosk "Am Rohr"
Literatur: DKV-Führer
Die Strecke wird ohne Gepäck befahren, da die Einsatzstelle bei Bangs sowie die Übernachtungsstelle viel Platz für Autos und Zelte bietet und ein Begleitfahrzeug zur Verfügung steht –  dadurch sind die Umtragestellen weitestgehend entschärft. Der "Haupt"-Rhein (nachstehend als Rhein bezeichnet) teilt sich mit dem Altrhein die Grenze zur Schweiz bis in den Bodensee. Wasserwanderer sind dort sicher selten, weshalb auch keine diesbezügliche "Infrastruktur" vorhanden ist und man die Umsetzstellen selbst entdecken darf. Der Rhein hat zügige Strömung, das Ufer an den beiden Ein- und Ausbootstellen besteht aus Blockwerk. Eine Flusskilometrierung ist nicht sichtbar.
1. Tag: Eingebootet wird in den Rhein ca. 200 m oberhalb der Rheinbrücke bei Bangs an der Dreiländergrenzmarkierung Liechtenstein/Schweiz/Österreich. Nach 13,5 km sieht man links oben ein weißes Haus. Dort rechts ausbooten und unschwierig 200 m umtragen in den Altrheinbogen. Der Altrhein dort ist stehendes Gewässer das renaturiert wird, aber mit der nötigen Sensibilität befahren werden darf. Landschaftlich idyllisch und beeindruckend! An Kieswerk, Zoll Hohenems, Zoll Schmitter und Rohr sind kurze Trage- oder Treidelstellen. Der "Imbiss am Rohr" empfiehlt sich als Pausenplatz. Nach 8 km ist am Altrheinende ca. 600 m weit mit Bootswagen wieder in den Rhein einzusetzen. Danach führt der Rhein weitere 4,7 km km abwärts. Etwa 300 m vor der neuen Eisenbahnbrücke bei Lustenau ist in den Altrhein umzutragen (200 m). Mit durchwegs guter Strömung durch 12 km sehr schöne Aulandschaft erreicht man dann den Bodensee beim Rheinspitz. Ca. 1 km vor dem Rheinspitz treffen wir auf unser Begleitfahrzeug mit der Ausrüstung.
2. Tag: Je nach Wetterlage wird der Bodensee direkt oder an der Uferpassage bis zur Leiblachmündung bei Lochau überquert 13,7 km).
Bericht 5. Abschnitt
Samstag, 6. September  2014: Zwei Boote wurden am Dreiländereck Liechtenstein/Schweiz/Österreich von Maria Hulakova, Valerie Mach, Robert Slezak und Siegfried Weippert in den Rhein eingesetzt. Begleitfahrzeug und Orientierungshilfe lagen in der bewährten Regie von Christina Weippert. Fast 14 km ging es flott am Illzufluß vorbei bis zur Umsetzstelle in den Altrhein. Der Wasserstand war recht niedrig, so dass die Grenzorientierung auf der Dammkrone kaum zu sehen war. Idyllische, langgestreckte Seeflächen reihen sich dort in großem Bogen über ca. 8 km aneinander – die vier Landbrücken müssen teilweise im Buschwerk überwunden werden. Bei Bilderbuchwetter waren beide Grenzseiten mit Familiengrillern  und Anglern belebt. Am „Rohr“ erholten wir uns in der beliebten Gaststätte.
Dann bildete wieder der „Neue Rhein“ die Grenze – allerdings nur für etwa 4 km bis zu Lustenauer Eisenbahnbrücke. Dort wurden die Boote umgetragen, beim Einsetzten über den steilen Grashang in den Altrhein gab es einen Riss in Marias Boot – die Luft pfiff aus dem Bodenteil. So gehandikapt paddelten Maria und Robert die 13 km weiter bis zum Rheineck. Allerdings gab es dort ein Missverständnis. Spontan paddelten die Fahrtüchtigen noch bis zur Einfahrt in den Bodensee – die Schiffbrüchigen kämpften hinterher und erreichten im Dämmerlicht (ein Sonnenuntergang  der Extraklasse begleitete uns) den kleinen Seglerhafen. Es war doch weiter, als wir geschätzt hatten. Außer interessantem Wohnmobilrangieren gab es an diesem Abend nicht mehr viel Kommunikation – es lag Spannung in der Luft. Wie wird die morgige Seetraversierung gelingen?
Sonntag, 7. September 2014: Sonniger Sonntag – alle waren wieder fit, außer dem Marias Boot. So war von sieben in Salzburg gestarteten Booten wenigsten eines übriggeblieben, dass die Grenzbefahrung vollenden konnte. Das Glück war auf unserer Seite: fast kein Wind, nur flache  Wellen und die Sonne bereitete uns dazu noch unerwartet schöne Eindrücke vom See. Die Rheinmündung mutet mit ihren Steindämmen recht futuristisch an und hinter der Mündung der Bregenzerache  wurden die Paddler gewechselt. Wie am Dreiländereck in Bangs waren die Reiter auch schon da – leider nicht die „unseren“.
Bei diesen Bedingungen konnten wir quer über den See ziehen. Den schnelleren Motorbooten (alle fuhren übrigens sehr rücksichtsvoll und langsam an unserer „Nussschale“ vorbei) und den Fahrgastschiffen konnten wir entkommen, Den Seglern hätten wir fast angeboten, sie abzuschleppen. So lasch hingen manche Segel am Mast. Fröhlich fuhren wir an der Mündung der Leiblach vor – die Land- und Landesgrenze war wieder erreicht!

Meine Lieben, jetzt haben wir mit dem Rhein und Bodensee die Grenz"boot"begehung abgeschlossen. Der vorletzte Tag war doch anstrengender als vermutet – ich bitte um Nachsicht. Das Boot von Maria liegt derzeit auf unserem Scheunenboden, Wasser kommt keines mehr heraus und wir pumpen es täglich zum Tocknen mal auf. Weiterhin viel Erfolg allen anderen Grenzgänger(inne)n. Sigi und Christina

Schwimmen (optional)

Planung/Kontakt: Friederike Bieber f.bieber@aon.at 
Tel. 0043-664-7361-3650

Leider war das Wetter für die geplante Route durch den See nicht optimal, die Wellen zu hoch. Friederike verschiebt ihr Vorhaben ... Gaby Pekny entscheidet sich spontan für eine Alternativroute näher bei der Grenze, entlang des Schilfgürtels, und legt die Ironmandistanz von knapp 4 Kilometern zurück - mit Booten begleitet vom Grenzgängeteam und dem Filmteam!

 

Mit Pferd (optional)

Zum nördlichsten, östlichsten, südlichsten und westlichsten Punkt Österreichs ... in Rottal bei Litschau im Waldviertel, im Dreiländereck mit Slowakei und Ungarn bei Deutsch Jahrndorf im Burgenland, bei Eisenkappel in Kärnten (Seebergsattel), im Dreiländereck mit Liechtenstein und der Schweiz, im Rhein bei Bangs bei Nofels bzw. Rüthi ...

Als begeisterte Wanderreiter, naturverbundene, junge Menschen mit der Leidenschaft für’s Westernreiten haben wir uns zusammengetan, um die „Grenzgänge Österreich“ mit unseren Pferden ein Stück zu begleiten. Natürlich hegten wir den Gedanken alles zu machen, dies ist leider aus zeitlichen und beruflichen Gründen nicht möglich. Dennoch war es eine Herausforderung für uns, in neue Gebiete Österreichs mit unseren Pferden vorzudringen. Da die gesamte Runde um Österreich eine zu lange Zeit beanspruchen würde, haben wir die vier Eckpunkte  Österreichs – den nördlichsten, östlichsten, südlichsten und westlichsten Punkt - auf den grenznächsten Reitwegen mit unseren eigenen Pferden erwandert. Leider hat das Wetter oft nicht mitgespielt. Trotzdem wird uns dieses ganz besondere Abenteuer mit den unterschiedlichen Landschaften unvergesslich bleiben. Ausführliche und spannende Berichte erscheinen im „Grenzgänge“ Buch.

Planung/Kontakt: Andrea Indrich andrea.indrich@gmx.at  Tel. 0043-676-620 3051 Indrich Fotografie